14.06.2010
Unimarkt trotzte den Handelsreisen
Unimarkt bleibt auf Kurs. die Pfeiffer-Regionalkette puschte den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um satte 5,2 Prozent auf das Rekordniveau von 226 Millionen Euro. Auch die Flotten-Stärke machte einen guten Satz nach oben. Mittlerweile wurde das Netz auf insgesamt 112 Standorte gepuscht. „Es war ein absolutes Ausnahmejahr für uns. Wobei wir vor allem durch den Rewe-Adeg Deal und die daraus entstandenen Expansions-Möglichkeiten profitieren konnten. Ach vom Umsatzplus darf man sich bei einer derartigen Expansionsschlagzahl nicht blenden lassen“, mahnt Unimarkt-GF Josef Mahringer im REGAL-Gespräch. Denn flächebereinigt lägen die Zuwächse im Rahmen der Vorjahre.
Neue Geschäfte. Insgesamt konnten 2009 elf neue Standorte eröffnet werden. Neben zwei Eigen-Projekten in Hezogenburg und Zeltweg wurden fünf ehemalige Billa-Outlets und vier Adeg-Geschäfte an das Unimarkt-Netz angeschlossen. ImZuge der enormen Flotten-Ausweitung explodierten auch die Verkaufsflächen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode schnellten die Zahlen um 11 Prozent auf 43.700 m2 hinauf. „2010 wird es aber keine derartige Expansionswelle mehr geben“, hält Mahringer fest. Am Plan stünden vier neue Geschäfte. So soll in Ebelsberg eine neue Filiale eröffnen. In St. Oswald bei Freistadt, Laßnitzhöhe und Langenstein werden zudem Unimärkte mit Franchisenehmernerrichtet. „Alle vier Märkte liegen im derzeit üblichen Schnitt von 500 – 600 m2“ so Mahringer.
Modernisierung. Vorangetrieben wird auch die Renovierungswelle. Bei bis zu vier Flächen (fix sind Peuerbach, Steyr sowie Hausmening) stehen Standortverlegungen sowie Generalsanierungen auf dem Programm. Bei einer Vielzahl der übernommenen Märkte wird zudem kräftig nachjustiert. „Wir sind dabei die kürzlich hinzugewonnenen Standorte genauer zu evaluieren. Einige Geschäfts wie der 700 m2 Markt in Altlengbach haben uns sehr überrascht, andere dagegen konnten weniger überzeugen“. Unterm Strich könnten wenig gewinnträchtige Standorte auch wieder abgestoßen werden. „Es gibt zwei Wackelkandidaten“, bestätigt der Unimarkt-Chef gegenüber REGAL.
Kein Vorstoß in weitere Bundesländer. Auch der Vorstoß in neue Bundesländer sei kein Primärziel. „Unimarkt ist für mich kein Konzept für Gesamtösterrecih. Alleine die Logistik wäre hierfür viel zu teuer.“ Deshalb will Mahringer sich auf Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark und Salzburg konzentrieren und dort „mit zukunftsträchtigen Flächenweiße Flecken schließen“. Eine Expansion nach Kärnten sei kein Thema. Auch die Bundeshauptstadt Wien bleibt Tabu. Und das, obwohl Innenstadtkonzepte parat wären. „Unser Unimarkt-Nahversorgerkonzept funktioniert in Linz-Auberg perfekt. Bieten sich Innenstadtlagen an, dann können wir hier sicher zuschlagen. Ich denke hier aber an größere Städte in Oberösterreich, Wien ist definitiv kein Thema“, so der Unimarkt-Chef weiter.
Franchise. Auf der Erfolgswelle schwimmt weiter die Unimarkt – Kaufmannschaft. 35. Geschäfts werden derzeit in Franchise geführt. „Die Entwicklung ist dabei nach wie vor beachtlich.“ So erwirtschafteten die Kaufleute alleine rund 70 Millionen Euro und fuhren damit im abgelaufenen Geschäftsjahr ein sattes Plus von 9 Prozent ein. „Das persönliche Engagement fällt hier deutlich ins Gewicht. Hier sehen wir auch in Zukunft noch großesWachstumspotenzial.“ Dass das Unimarkt-Franchise-System zukunftsträchtig ist, unterstrich zuletzt auch eine objektive Jury: „So holte sich unser Unimarkt Partner Neuburger aus Hagenberg den Franchise-Award.“
Sortiment. Das im Durchschnitt 6.000 bis 7.000 Produkte umfassende Sortiment ist stark von Regionalität geprägt. Aber auch Preiseinstiegslagen mussten ausgebaut werden. „der herkömmliche LEH wird zwischen Hofer und Lidl hineingezogen.“ Rund 400 Artikel werden mittlerweile auf Diskontniveau angeboten. Alleine 120 davon sind Unimarkt spezifische Produkte. „Einen starken Ausbau wird es jedoch nicht geben.“ Die Oberösterreicher wollen sich weiter auf die Zugkraft der Marke verlassen. Auch Non Food II bleibt im Unimarkt-Sortiment weiter Bestandteil. „Hier liegt der Umsatzanteil zwischen vier bis fünf Prozent.“
Jubiläum. Einen Umsatzpusch erwartet sich die Regionalkette durch Marketingaktivitäten rund um das 35 Jahr Jubiläum. „Es wird Sammelpromotions geben ,aber auch 35 Prozent-Aktionen“, so Mahringer. Das Werbebudget wurde für 2010 um 15 Prozent aufgestockt.
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